Alles vergessen, alles erledigt?

Die Shoa in Thessaloniki, und wie Griechen und Deutsche damit umgehen

Am 18. August 2015 beantwortete die Bundesregierung eine kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE, betreffend die Rückerstattung der Fahrtkosten für unter Mitwirkung der Deutschen Reichsbahn (DR) deportierte griechische Nazi-Opfer. Fast 60.000 griechische Juden, die meisten aus Thessaloniki, hat sie im Frühjahr 1943 in Viehwagen nach Auschwitz und Treblinka transportiert, dafür pro „Fahrgast“ zwei Reichspfennig pro Kilometer in Rechnung gestellt, zu bezahlen aus dem geraubten Vermögen der Opfer. Die Linksfraktion bezog sich auf ein Gutachten, das die Vereinigung „Zug der Erinnerung“ angefertigt hatte. und in dem die Gesamteinnahmen auf 445 Millionen Euro (in heutigem Wert, ohne Einberechnung der Zinsen) beziffert werden (die während der Fahrt geplünderten Gepäckstücke und Wertsachen nicht gerechnet). Ganzen Beitrag lesen >>> pdf

Exantas Heft 23/ Dezember 2015

Γερμανικές οπτικές της Μάχης της Κρήτης

Eεπιτρέψτε μου να ξεκινήσω της παρατηρή- σεις μου για της γερμανικές οπτικές της Μάχης της Κρήτης παραθέτοντας μια προ- σωπική ανάμνηση, από το πρώτο μου ταξίδι στην Κρήτη. Ήταν το 1960, ήλθα με κάτι συμμαθητές, τουρίστες με το σακίδιο τότε. Για το τι έγινε στον πόλεμο στην Ελλάδα ήμασταν τελείως ανίδεοι.

Σαν προετοιμασία είχαμε διαβάσει (εκτός από κάποιον οδηγό για τα αρχαία) τρία βιβλία: τον Καπεταν Μιχάλη του Νίκου Καζαντζάκη, και δύο βιβλία του Γερμανού συγγραφέα Erich Kästner. Το ένα έφερε τον τίτλο „Griechenland – ein Buch aus dem Kriege“ – Ελλάδα ένα βιβλίο από τον πόλεμο. …. >>> pdf.

Exantas Heft 22/ Juni 2015

Über Nikos Dimou „Die Deutschen Griechen sind an allem schuld“

Ich war immer ein unglücklicher Grieche, sagte der Grieche Nikos Dimou in einem Interview mit dem deutschen Journalisten Gerd Höhler. Dabei hat er mit einem Buch mit dem Titel „Vom Unglück ein Grieche zu sein“ sein Glück gemacht – es erscheint seit 1975 in immer neuen Auflagen. Noch vor kurzem erschien der Titel mal wieder in einer großen Athener Tageszeitung auf Platz vier der Bestsellerliste. ….lesen Sie hier den ganzen Beitrag >>> pdf.

Exantas Heft 21/Dezember 2014

Das selektive Gedächtnis der Besiegten

Lassen Sie mich meinen Vortrag über „das selektive Gedächtnis der Besiegten“ mit einer persönlichen Erinnerung beginnen. Auf meiner ersten Griechenlandreise, es war eine Trampfahrt mit einer Gruppe der evangelischen Jungenschaft im Jahr 1954, bin ich auch durch Distomo gekommen, auf dem Weg von Delphi nach Ossios Loukas. Das war eine Strecke, die seit jeher Touristen nahmen, die sich für klassische wie byzantinische Altertümer interessierten. Was in der Märtyrerstadt Distomo nur zehn Jahre zuvor passiert war, davon hatten wir keine Ahnung. Die deutschen Reiseführer verschwiegen damals, was in der jüngsten Geschichte geschehen war. …. lesen Sie hier den ganzen Beitrag >>> pdf.

Exantas Heft 19/ Dezember 2013

Fofi ́s Estiatorion

Eine Ausstellung in Athen

Was waren das für Zeiten – als ein „Berlin by Night“ in der New York Times noch zum Besuch einer schon legendären griechischen Taverne in der Fasanenstrasse 70 lud, aus John Le Carrés Roman „The Little Drummer Girl“ zitierend: „Scared of himself he hastened to a fashionable Greek night club he knew of, run by a woman of cosmopolitan wisdom.“ Und diese Frau von weltgewandter Weisheit war niemand anderes als Fotini Akrithakis, überall in Berlin nur bekannt unter dem Namen Fofi. … lesen Sie hier den ganzen Beitrag >>> pdf.

Exantas Heft 19/ Dezember 2013

Der Fall Distomo in Den Haag

Als am 12. September 2011 der Internationale Gerichtshof von Den Haag (IGH) zusammentrat, um in der Sache „Staatenimmunität – Deutschland gegen Italien“ zu verhandeln, da war das nicht das erste Mal, dass ein internationales Gericht mit dem Fall Distomo und anderen Kriegsverbrechen, begangen von deutschen Truppen im 2. Weltkrieg in Griechen- land, und den ausstehenden Entschädigungen für die Opfer zu tun hatte. Zuvor schon waren der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg (EGMr) damit befasst. In diesen beiden Fällen hatten Opfer aus Kalavryta und Distomo gegen die Bundesrepublik geklagt und verloren. Jetzt aber hatte Berlin den Spieß umgedreht: hier klagte die Bundesrepublik Deutschland als Rechtsnachfolgerin des Täterstaats gegen die Opfer. … lesen Sie hier den ganzen Beitrag >>> pdf.

Exantas Heft 15/ Dezember 2011

Kein übliches Griechenlandbuch

Von Kostas Kouvelis

Es ist höchst erstaunlich, was ein deutscher Journalist so alles über Griechenland weiß und zu Papier bringt! Oder doch nicht? Schließlich ist Eberhard Rondholz „ein Unsriger“, wie Georgios Tsiakalos anlässlich der Überreichung des „Ehrenrings“, des Kulturpreises der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften am 27. März 2009 in Kiel formulierte (s. Exantas Nr. 10, S. 76, Juni 2009). Er muss es also wissen, der „Manolis“, wie er von seinen Freunden in Griechenland genannt wird! Continue reading →

Niobe und Philomele

Zwei poetologische Gedichte von Jannis Ritsos

Es gibt im Werk von Jannis Ritsos eine ganze Reihe von Gedichten, die vom poetologischen Selbstverständnis des Dichters künden. Auch und gerade während seines Zwangsaufenthalts im Internierungslager von Leros, während der Herrschaftsjahre der Obristen, dachte Ritsos viel über den Sinn der Dichtung nach, zwei Gedichte aus dieser Zeit zeugen ganz besonders davon: Niobe und Philomele. ….lesen Sie hier den ganzen Beitrag >>> pdf.

Exantas Heft 13/ Dezember 2010

Ernst Ziller (1837-1923)

Eine Hommage für den großen klassizistischen Architekten in Athen

Als es nach dem griechischen Freiheitskrieg von 1821, der Gründung des neugriechischen Staates und der Wahl von Athen zur Hauptstadt 1834 darum ging, aus dem heruntergekommenen Provinznest eine repräsentative Hauptstadt und eine würdige Residenz zu machen, holte der importierte König, der Wittelsbacher Otto, seinerseits fremde Fachleute ins Land, als Stadtplaner und Baumeister. Leo von Klenze und Eduard Schaubert gehörten dazu, Friedrich von Gärtner, die Brüder Hans-Christian und Theophil Hansen aus Dänemark und, last but not least, Ernst Ziller aus Radebeul bei Dresden. …. lesen Sie hier den ganzen Beitrag >>> pdf.

Exantas Heft 13/ Dezember 2010